Rückblick - Schäden 2009 |
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Nach einem großteils zu kühlen und niederschlagsreichen März ging es nach rascher Erwärmung ab dem 4. April in eine frühsommerlich warme Periode mit Temperaturen bis zu 24°C über. Die Pflanzenwelt "explodierte" regelrecht und war extrem früh mit Austrieb und Blüte dran. Mit den warmen Temperaturen schwärmten auch die Insekten um 2-3 Wochen früher als normal und auch der weitere Witterungsverlauf war mit Ausnahme des Juni überdurchschnittlich warm und niederschlagsreich.
Durch höhere Niederschläge fühlten sich Schadpilze wohl. So trat wieder die Monilia-Krankheit an einigen Obstbäumen häufig auf, an Weiden wurde die Anthracnose der Weide immer wieder beobachtet und auch einige Blattpilze an Linde traten wieder gehäuft auf. BorkenkäferErste Fichtenborkenkäfer wurden schon am 6. April gefangen, der Hauptlug begann in den tieferen Lagen Mitte April, während zu dieser Zeit in vielen Bergregionen noch meterhoch Schnee lag. Seit Anfang/Mitte Juni schwärmte die zweite Käfergeneration in den Tieflagen und es waren hier drei Generationen möglich. Vom Borkenkäfer befallene Bäume sollten umgehend entfernt oder bekämpfungstechnisch behandelt werden. In Befallsumgebung müssen Bäume genau untersucht werden, ob auch hier ein Schaden zu finden ist. ROSSKASTANIENMINIERMOTTEDie Rosskastanienminiermotte verursacht vorzeitige Verbraunung der Kastanienblätter. Ab Zeitpunkt der Blattentfaltung der Kastanien, was heuer ebenfalls ab Mitte April der Fall war, bis spätestens Mai empfahl sich eine Behandlung mit einem Häutungshemmerpräparat. Auf diese Weise wird ein vorzeitiges Verbraunen bzw. Abfallen der Blätter verhindert. Was sind Häutungshemmerpräparate?Sie gehören in die Gruppe der Chitin-Synthesehemmer, greifen in den Chitinstoffwechsel von Raupen und Larven ein und verhindern deren Häutung. Dies führt zum Absterben der Larven oder Puppen bzw. zu nicht lebensfähigen Adulten. Der hauptsächlich verwendete Wirkstoff ist Diflubenzuron, welches im Boden rasch abgebaut wird (50% in 2 - 6 Tagen). Es ist weit weniger gefährlich gegenüber Nicht - Zielorganismen (Algen, Regenwürmer, Nützlinge, etc.) als herkömmliche Insektizide. |