Rückblick 2011 - stadtbaum.at |
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Nach zwei Warmphasen während der zweiten Märzhälfte begann auch der April überdurchschnittlich temperiert und die Vegetation explodierte förmlich. Eine extreme Warmphase mit Höhepunkt am 8. April brachte Tageshöchstwerte bis zu 28°C. So heiß war es im ersten Aprildrittel seit Aufzeichnungsbeginn noch nie, teilweise wurden sogar Aprilrekorde aufgestellt, die sonst erst gegen Ende des Monats fallen. Somit begann 2011 die Aktivität von Schadinsekten so früh wie im Jahr 2009, allerdings in höherer Intensität. BorkenkäferErste Fichtenborkenkäfer schwärmten seit 3./4. April, während der Warmperiode mit Höhepunkt am 8. April waren Borkenkäfer bereits intensiv unterwegs. Im Juni schwärmte die zweite Käfergeneration, sogar eine dritte Generation war wegen dem heissen August und besonders September möglich. Vom Borkenkäfer befallene Bäume sollten umgehend entfernt oder bekämpfungstechnisch behandelt werden. In Befallsumgebung müssen Bäume genau untersucht werden, ob auch hier ein Schaden zu finden ist. ROSSKASTANIENMINIERMOTTEDie Rosskastanienminiermotte verursacht vorzeitige Verbraunung der Kastanienblätter. Ab Zeitpunkt der Blattentfaltung der Kastanien (heuer ebenfalls zeitig ab Mitte April) bis spätestens Ende Mai empfahl sich eine Behandlung mit einem Häutungshemmerpräparat. Auf diese Weise wird ein vorzeitiges Verbraunen bzw. Abfallen der Blätter verhindert. Was sind Häutungshemmerpräparate? Der hauptsächlich verwendete Wirkstoff ist Diflubenzuron, welches im Boden rasch abgebaut wird (50% in 2 - 6 Tagen). Es ist weit weniger gefährlich gegenüber Nicht - Zielorganismen (Algen, Regenwürmer, Nützlinge, etc.) als herkömmliche Insektizide. |