Aktuelle Schadauftreten - stadtbaum.at

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Ende März war eine sehr warme Periode der Startschuss für den Pflanzenaustrieb. Schädlinge wurden aber zu dieser Zeit noch keine registriert. Nach wechselndem weiteren Witterungsverlauf sind Schadinsekten seit Mitte April wieder unterwegs.

Die feuchte Frühjahrswitterung begünstigte zahlreiche Schadpilze wie zum Beispiel das Sirococcus-Triebsterben der Fichte, den Grauschimmel, die Buchenblattbräune und verschiedene Blattpilze.

Eschentriebsterben

Bei dieser Krankheit wurde kürzlich ein neuer Pilz entdeckt, der dafür verantwortlich ist. Nähere Informationen im dazugehörenden Artikel.

Borkenkäfer

Fichtenborkenkäfer schwärmen seit 10. April, mittlerweile ist der Hauptschwärmflug im Gang.

Vom Borkenkäfer befallene Bäume sollten umgehend entfernt oder bekämpfungstechnisch behandelt werden. In Befallsumgebung müssen Bäume genau untersucht werden, ob auch hier ein Schaden zu finden ist.

ROSSKASTANIENMINIERMOTTE

Die Rosskastanienminiermotte verursacht vorzeitige Verbraunung der Kastanienblätter. Ab Zeitpunkt der Blattentfaltung der Kastanien (heuer ab Ende April) bis spätestens Ende Mai empfahl sich eine Behandlung mit einem Häutungshemmerpräparat. Auf diese Weise wird ein vorzeitiges Verbraunen bzw. Abfallen der Blätter verhindert.

Was sind Häutungshemmerpräparate?
Sie gehören in die Gruppe der Chitin-Synthesehemmer, greifen in den Chitinstoffwechsel von Raupen und Larven ein und verhindern deren Häutung. Dies führt zum Absterben der Larven oder Puppen bzw. zu nicht lebensfähigen Adulten.

Der hauptsächlich verwendete Wirkstoff ist Diflubenzuron, welches im Boden rasch abgebaut wird (50% in 2 - 6 Tagen). Es ist weit weniger gefährlich gegenüber Nicht - Zielorganismen (Algen, Regenwürmer, Nützlinge, etc.) als herkömmliche Insektizide.